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Umwelt | Transport | 27.09.2017

LWKs dank AdBlue umweltfreundlicher unterwegs – so funktioniert’s

Der VW-Skandal hat dem Diesel einen schlechten Ruf eingebracht. Doch mit AdBlue-Filtern, wie sie bei Lastwagen im Einsatz sind, werden bis zu 90 Prozent der Stickoxide ausgefiltert. Damit wird die Umwelt wirkungsvoll geschützt.

Ein Lastwagen der JMS wird mit AdBlue betankt
Die AdBlue-Tanks der JMS-Lastwagen werden wöchentlich neu befüllt.

2015 wurden Abgasmanipulationen beim deutschen Autohersteller VW publik. Der daraus entstandene Skandal hat den Ruf von Diesel weltweit ruiniert, obwohl Dieselmotoren eigentlich effizienter als Benziner sind und richtig eingesetzt einen Beitrag zum Umweltschutz leisten können. Denn dank einer speziellen Abgasreinigungstechnik namens SCR (selektive katalytische Reduktion) lassen sich schädliche Stickoxidemissionen um bis zu 90 Prozent reduzieren. Sämtliche moderne Lastwagen mit Dieselmotoren sind damit ausgerüstet.

 

 

Um die Abgase zu reinigen, wird bei modernen Lastwagen die Betriebsflüssigkeit AdBlue, die in einem separaten Tank mitgeführt wird, im Katalysator in die Abgase eingespritzt. Dort reagiert sie mit den giftigen Stickoxiden (NOx) zu Wasser und Stickstoff. Dadurch können die strengen Grenzwerte der Euro 6-Richtlinien eingehalten werden. Auch bezüglich CO2-Emissionen sind Dieselmotoren sauberer als Benziner.

 

JMS-Lastwagen mit AdBlue-Filtern unterwegs

Bei der JMS sind grösstenteils Lastwagen der neusten Generationen Euro 6 und Euro 5 unterwegs, die mit einem SCR-Katalysator ausgerüstet sind. «Die Umwelt wird damit wirkungsvoll geschützt», sagt Thomas von Aarburg, Werkstattchef der JMS. «Und dies mit einem geringen Ausmass an zusätzlichem Unterhalt und Kosten.» Während ein Kipplastwagen auf Kurzstrecken bis zu 50 Liter Diesel pro 100 Kilometer verbraucht, werden auf die gleiche Strecke nur etwa zwei bis drei Liter des Harnstoffs AdBlue benötigt. Für die regelmässige Befüllung besitzt die JMS eigene Tankstellen. «Die AdBlue-Tanks unserer Lastwagen werden wöchentlich neu befüllt», erklärt Thomas von Aarburg.

 

Strenge Gesetzgebung auch bei Baumaschinen

Nicht nur Lastwagen, auch neuste Baumaschinen verfügen über einen SCR-Katalysator und AdBlue-Filter, um den Schadstoffausstoss um bis zu 90 Prozent reduzieren zu können. «Seit etwa zwei Jahren ist die Gesetzgebung im Bereich Off-Road so streng, dass sich auch bei Baumaschinen die Grenzwerte nur mit AdBlue erreichen lassen», erklärt Thomas von Aarburg. Bei Lastwagen hingegen sei diese Technik schon seit zehn Jahren im Einsatz.

Fazit: Diesel hat in den Medien zu Unrecht einen schlechten Ruf. Dank SCR und AdBlue sind Lastwagen mit Dieselmotoren sauber unterwegs, weil deren Abgase gereinigt werden.

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