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Umwelt | Klima & Energie | 16.07.2015

Wasser – ein wertvoller Werkstoff

Ohne Wasser gibt es kein Leben: dann drohen Trockenheit, Ernteausfälle und Hunger. Reissendes Wasser in unkontrollierten Mengen verursacht verheerende Überschwemmungen und entfesselt unbändige Kräfte. Wasser wirkt beruhigend, wenn es sich durch Bäche schlängelt oder sich als See in voller Pracht ausbreitet. Wir wollen heute jedoch nicht weiter philosophieren, sondern setzen Worte in die Tat um. Denn Wasser ist ein entscheidendes Element für unsere Gruppe.

Wasser als wertvoller Werkstoff nutzen wir gezielt und im Kreislauf.

Wir setzen Wasser fast überall ein, aber wir nutzen es sehr gezielt und wenn immer möglich im Kreislauf. Das gleiche Wasser wird immer wieder aufbereitet und für neue Aufgaben verwendet. In unseren Kieswerken, bei der Betonproduktion, bei der Reinigung unserer Lastwagen und natürlich wäre der Schiffstransport ohne Wasser illusorisch.

 

Kieswerke – Wasser im geschlossenen Kreislauf
In unserem Kieswerk Grynau benötigen wir bei Vollbetrieb rund 400 Kubikmeter Wasser in der Stunde. Allerdings wäre es ein Vielfaches, wenn wir das Wasser nicht stetig wiederverwenden würden. Zuerst wird das Wasser zum Abschwemmen von Lehmteilen aus dem Rohkies benötigt. Dann werden die Holz- und andere Schwebeteile aus dem Gestein geschwemmt. Wasser wird für den Sandklassierer und für die Hydrozyklon-Anlage zur Rückgewinnung des Feinsandes verwendet. Das Schlamm-Wasser-Gemisch wird mit Flockungsmittel versetzt zur schnelleren Absetzung des Schlammes im Klärreaktor. Der so eingedickte Schlamm wird in einem zweiten Arbeitsgang mit der Kammerfilterpresse weiter verfestigt. Das geklärte Wasser wird dann wieder für das Waschen eingesetzt.

Auch im Kieswerk Eschenbach werden die Tonteile mit Hockdruckwasserstrahlen aus dem Rückbau- und Aushubmaterial ausgeschwemmt. Der Wasserbedarf beträgt pro Stunde 150 Kubikmeter. Analog dem Werk Grynau wird mit einer Kläranlage und der nachfolgenden Kammerfilterpresse der Schlamm verfestigt. Mit der CO2-Anlage wird das Wasser zusätzlich neutralisiert bevor es dann wieder in den Kreislauf zurückgeführt wird.

 

Wasser im Beton
Wasser ist ein wichtiges Element für die Betonproduktion. Ohne Wasser kann der Zement den chemischen Reaktionsprozess des Auskristallisierens nicht starten. In allen JMS-Betonwerken wird das Wasser dank der geschlossenen Wasserkreisläufe mehrfach genutzt und muss damit keiner Kläranlage zugeführt werden.

 

Wasser im Werkhof in Schmerikon
In unserem Werkhof wird Wasser für die Reinigung von Baumaschinen, Lastwagen und von mechanischen Teilen eingesetzt. Auch hier wird das Wasser im Kreislauf geführt. Die Reinigung von Fahrwerken und Ausrüstungen wird ausschliesslich mit Recyclingwasser durchgeführt. Nur das Wasser, welches zur Reinigung der Motoren und ölhaltigen Antriebsteile benötigt wird, muss, bevor es der Kläranlage zugeführt wird, in unserer hauseigenen Spaltanlage aufbereitet. Schliesslich werden alle Radreinigungsanlagen in den Kieswerken und Kiesgruben mit Brauchwasser betrieben, damit unsere Fahrzeuge mit sauberen Rädern ihre Transporte durchführen können.

 

Kies- und Sand-Transport mit Ledischiff
Seit unserer Firmengründung 1929 transportieren wir Kies auf dem Seeweg nach Pfäffikon SZ und Stäfa. 50’000 bis 80’000 Tonnen Kies und Sand transportieren unsere Ledischiffe pro Jahr auf dem Seitenkanal der Linth und dem Zürichsee. Damit werden rund 2000 bis 4000 Lastwagenfahrten pro Jahr eingespart und somit kann der Bedarf an Treibstoff massiv verringert werden.

 

Wasser ist seit jeher unser Element. Die Schweiz als Wasserschloss Europas verfügt zwar über genügend und manchmal gar über bedrohliche Mengen Wasser, doch Wasser ist viel zu wertvoll, um es zu verschwenden. Daher unser Credo: Jeder Tropfen zählt!

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